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Nieu
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Nieu Bethesda,
Helen Martins
und das Owl House
Unterkunft, Aktivitäten etc.
...liegt ca. 50km nördlich von Graaff-Reinet an den
Sneeubergen. Der Ort ist nur über unbefestigte Strassen (gravel
roads, allerdings sind diese recht passabel und während unseres
Besuchs gerade erneuert worden!). Nieu-Bethesda ist vor allem
wegen der Künstlerin Helen Martins (1898-1976) bekannt, die
einst im "Owl House" (Eulenhaus) lebte und arbeitete. Das "Owl
House" ist heute ein
berühmtes Museum und kann
jeden Tag besichtigt werden.
The Owl House
Die Künstlerin Helen Martins wurde im Dezember 1897 geboren.
Sie wuchs in Nieu Bethesda als jüngstes von 6 Kindern auf. Sie
galt als intelligent und wurde im nahen Graaff-Reinet zur
Lehrerin ausgebildet. Zu dieser Zeit heiratete sie den Farmer
Johannes Pienaar. Die Ehe war nicht von langer Dauer. Man weiß
nicht viel von dieser Zeit, nur soviel, dass sie einige Zeit in
Transvaal, in Kapstadt und in Port Elizabeth
verbrachte.
In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts kehrte sie nach
Nieu Bethesda zurück, um sich um ihre Eltern zu kümmern. Helen
hatte ein enges Verhältnis zu ihrer Mutter, ihr Vater war jedoch ein
launischer und schwieriger Mensch. Daher nannte sie ihn meist "the
lion" (den Löwen). Unbestätigten Berichten zu folge war Helen in
jungen Jahren von ihrem Vater missbraucht worden. In 1941 starb Helen’s Mutter, vier Jahre später ihr Vater. Von nun an lebte sie
alleine, ohne Perspektive, in einem kleinen Dorf in der Halbwüste
Karoo...
Mit Ende 40/Anfang 50 begann Sie ihre Umgebung "umzugestalten". Von
nun entstand ihr "Eulenhaus", ein Projekt, welches den Rest
ihres Lebens beanspruchte.
In den folgenden zwanzig Jahren entwickelte Helen Martins
ihre eigene Stilrichtung. Es gab keinen Plan an sich, im Vordergrund
stand der dekorative Umgang mit Licht und Farbe. Dazu gesellte sich
mit der Zeit das Spiel von Reflexion
und Form, von Licht und Dunkel und unterschiedlichen Schattierungen.
Helen Martins galt zeit ihres Lebens als
exzentrische Einsiedlerin, als Künstlerin wurde sie nicht anerkannt.
Erst
nach
ihrem Tod (1976) begann man sich im In- und Ausland für ihr Werk zu
interessieren.
Auf einer Farm (Ganora), ganz in der Nähe, sind
Felszeichnungen der San und Fossilien zu bewundern. Ein kleines Museum
zeigt Einblicke in die prähistorische Geschichte der Karoo. |
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