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Modjadji |
Modjadji,
die Bolovedus und der Zykadeenwald
Die einzigartige Ansammlung dieser prähistorischen Pflanze können Sie im
Modjadji Cycad Nature Reserve (Gebühr) bewundern. Sie können etwas Wandern oder auch nur die Umgebung genießen. Versteckt im Wald liegt auch die königliche Domizil der
Regenkönigin Modjadji.
Im 16. Jahrhundert kam es unter den Karangas in Zimbabwe zu Unstimmigkeiten. Eine Prinzessin mit Gefolge verließ darauf hin das Stammesgebiet und floh gen Süden. In Ihrem Gepäck hatte Sie auch das Wissen um die Kunst des Regenmachens.
In der Gegend von Tzaneen, unweit von Duivelskloof, waren die „Bolovedus“, wie sie sich fortan nannten, von der mystischen Stimmung eines
Zykadeenwaldes (Zykadeen, prähistorische Pflanzen, die einst den Dinosauriern als Nahrung dienten, und nur hier einen ganzen „Wald“ bilden) derart fasziniert, dass Sie sich dort niederließen. Die sagenumwobene Königin des Stammes „Modjadji„ ist bis heute für Ihre Kunst des Regenmachens bekannt. Ihr
Einfluss reichte einst bis nach Swaziland und Zululand.
Die Bolovedus leben heute hauptsächlich im ehemaligen Homeland Modjadji bei
Tzaneen. In Modjadji befindet sich auch die Missionstation Medingen, die 1880 von dem deutschen Missionar
Fritz Reuter aus dem Nachlass der Baronin von Meding gegründet wurde.
Die V. Regenkönigin Queen Modjadji starb am 28. Juni 2001. In unterschiedlichen Artikeln wird berichtet, dass anhaltender Regen nach Ihrem Tod einsetzte und zwei Tage lang andauerte. Dieses Wetterphänomen war vollkommen ungewöhnlich, da der Juni zu den trockenen Monaten zählt.
Eigentlich wird die Kunst des Regenmachens an die älteste Tochter weiter gegeben. Diese verstarb tragischer Weise zwei Tage vor ihrer Mutter. Zwei Jahre dauerte die Entscheidung über die Nachfolge.
Die wichtigsten Ratsmitglieder der Königin beriefen im April 2003 eine Nachfolgerin,
Makobo Modjadji, die Enkelin der V. Regenkönigin. Bei der Krönungszeremonie im April 2003 fiel nach langer Trockenheit auch etwas Regen. Augenzeugen berichteten, dass der Nieselregen bei der eigentlichen Krönung anfing. Ein gutes Omen für die
VI. Regenkönigin Modjadji.
Ihre Regentschaft sollte jedoch nur 2 Jahre dauern. Am 10. Juni 2003 wurde sie in das Krankenhaus von
Polokwane eingeliefert, wo sie zwei Tage später, am 12. Juni, starb. Ein mysteriöser Tod, der unterschiedlichste Kommentare mit sich brachte. Offiziell starb die
VI. Regenkönigin an einer chronischen Meningitis. Inoffiziell wurden noch weitere Theorien verbreitet. Bedienstete des Krankenhauses berichteten, dass Sie wohl an Aids gestorben sei. Viele sind der Überzeugung, dass
Makobo Modjadji an gebrochenem Herzen starb, ihr Geliebter wurde vom königlichen Komitee verbannt. Wiederum andere, dass Sie vergiftet wurde. So soll jenes Komitee an ihrer Kraft gezweifelt haben, das königliche Amt entsprechend zu begleiten.
Auch die Nachfolge ist schwierig, die kleine Tochter, geboren im Januar 2003, wird vom königlichen Komitee nicht anerkannt.
Die Frage bleibt noch immer offen, ob die 400 Jahre dauernde Tradition der Regenkönigin
und somit eines der wenigen matriarchalisch geprägten Stämme Afrikas weiter geht...
Regenköniginnen seit 1800
- Maselekwane Modjadji I. 1800 - 1854
- Masalanabo Modjadji II. 1854 - 1895
- Khetoane Modjadji III. 1896 - 1959
- Modjadji IV. 1959 - 1980
- Mokope Modjadji V. 1981 - 2001
- Makobo Modjadji VI. 2003 - 2005
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Tourismusangebote
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